Vita

 

Christian W. Petersen erhielt seinen ersten Hornunterricht am Schweriner Konservatorium bei Heinz Trost. Ab seinem 13. Lebensjahr erhielt Petersen seinen Hornunterricht an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin bei Prof. Kurt Palm. 1985 schloss er hier auch sein Hochschulstudium in den Fächern Orchestermusik Horn und in Unterrichtspädagogik in der Klasse von Prof. Palm ab. Petersen war während seines Studiums Substitut an der Komischen Oper Berlin und war von seiner Studienzeit bis 1989 auch Mitglied in der Jazzbigband „Vielharmonie“.

 

Mit der deutschen Wiedervereinigung änderte sich Petersens Leben schlagartig und einschneidend. 1990 wurde Petersen vom damaligen frisch gewählten Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Schwerin in das Amt des Persönlichen Referenten berufen. Diese Stelle hatte Petersen gut zwei Jahre inne, bevor er in Hamburg an der Hochschule der Künste für den ersten deutschlandweiten Studiengang in Kulturmanagement immatrikuliert wurde. Während der Studienzeit besuchte Petersen ein Gastsemester in Arts Management an der California State University of Long Beach in Los Angeles, USA.

 

Nach seinem Zweitstudium arbeitete Petersen ab Mitte der Neunziger Jahre im Bereich Online-Medien zunächst in Berlin, später in Nashville, Tennessee, USA und danach in Amsterdam, Niederlande und Anfang der Nullerjahre für drei Jahre an der Hochschule für Film und Fernsehen in Potsdam (HFF) im Themengebiet Interaktive Medien.

 

Während seiner Jahre an der HFF in Potsdam begann sich Petersen auch wieder dem Horn zu widmen. Er spielte während dieser Zeit im Laienorchester der Humboldt Universität Berlin „cappella academica“ sowie kurze Zeit später auch am Solo-Horn im Orchester der Konzertdirektion Prof. Hohenfels, das seit Jahrzehnten mit regelmäßigen Konzerten in der Berliner Philharmonie ein fester Bestandteil im Berliner Konzertleben ist und für Petersen nach fast 15 Jahren Pause wieder der Einstieg in die Profimusik war.

 

Seit 2006 hat sich Petersen wieder ganz dem Beruf des Musikers und bald auch des Musikpädagogen gewidmet. Seit 2006 ist Petersen Honorarlehrer im Fach Horn an der Musikschule „Béla Bartók“ Berlin, Standort Prenzlauer Berg und hat dort nach jahrelangem Fehlen einer Hornklasse eine neue begründet und langsam aufgebaut. Heute gibt es zwei Lehrer im Fach Horn mit zusammen über 20 Schülern, darunter vielen Förderschülern, Wettbewerbspreisträgern und Abgängern auch zum Hornstudium.

 

Petersen hat sich als Hornist einen Namen in mehreren erstklassigen Kammerorchestern gemacht. Seine unumstrittene musikalische Heimat hat er in der Kammersymphonie Berlin, wo er seit 2006 Solohornist ist. Konzertreisen mit unterschiedlichen Kammerorchestern führten Petersen auf Konzertreisen durch ganz Europa, in die Türkei, nach Südkorea und nach Japan. Dabei trat er in bedeutenden Konzertreihen wie z.B. im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins auf. Insbesondere mit der Kammersymphonie Berlin und dem Leipziger Kammerorchester hat Petersen bei diversen CD-Produktionen mitgewirkt.

 

Von Zeit zu Zeit widmet sich Petersen auch einem eigenen kompositorischen Schaffen. Petersen wurde zunächst beim Pfefferkorn Musiverlag Leipzig verlegt und wird nun nach der Übernahme des Verlages von Breitkopf und Härtel betreut. Herausragende Uraufführungen waren Petersens Streichquartett in der Kammermusikreihe des Konzerthauses Berlin, gespielt von Mitgliedern des Konzerthausorchesters und sein Konzert für Viola und Orchester, das vom damaligen Solobratscher des Leipziger Sinfonieorchesters Christian Beyer und seinem Orchester in der dortigen Sinfoniekonzertreihe unter der Stabführung des damaligen Chefdirigenten und Ersten Konzertmeisters des Gewandhausorchesters Leipzig, Frank Michael Erben uraufgeführt wurde. Auf eine Uraufführung wartet noch die mit Christian Beyer zusammen erarbeitete Opernfassung zu G. E. Lessings „Nathan der Weise“ (www.nathan-opera.com)